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Trockenbau

Trockenbau kann nicht jede Sau und deshalb haben wir hier ein paar nutzliche Fragen und Antworten zusammengestellt diese beim Bau der verschiedenen Trockenbausystemen hilfreich sein werden.

# Zwischenwände (leichte Trennwände)

Was ist eine Trockenbau-Zwischenwand und welche Vorteile bietet sie?

Eine Trockenbau-Zwischenwand ist eine nichttragende Innenwand, die aus einer leichten Rahmenkonstruktion (meist Metall- oder Holzprofilen) mit beidseitiger Beplankung (z.B. Gipskartonplatten) bestehtknauf.al. Solche Montagewände werden „trocken“ und ohne Mörtel errichtet und bieten daher eine schnelle, saubere Bauweise. Durch die Verwendung industriell gefertigter Bauteile (Profile, Platten etc.) erreicht man hohe Maßgenauigkeit und sehr ebene Oberflächenweka.de. Außerdem lassen sich Installationen (Elektro, Sanitär) einfach in den Hohlräumen führen, und bei Bedarf können Anforderungen an Schall- oder Brandschutz durch geeignete Konstruktion erfüllt werden.

Welche Bauarten von Trockenbauwänden gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man Metallständerwände und Holzständerwände. Bei Metallständerwänden werden U-Profile am Boden/Decke befestigt und dazwischen CW-Profile gestellt. Es gibt Einfachständerwände (eine Reihe von Ständern) und Doppelständerwände (zwei getrennte Ständerreihen für erhöhten Schallschutz)knauf.al. Die Beplankung kann einlagig oder mehrlagig erfolgen – beispielsweise eine oder zwei Gipskartonplatten pro Seite – je nach erforderlicher Stabilität, Schalldämmung und Feuerwiderstand. Doppelständerwände haben keinen direkten Kontakt zwischen den Ständerreihen, was Schallübertragung reduziert. Neben Standardwänden gibt es Spezialkonstruktionen mit verstärkten Profilen oder Sandwich-Aufbauten für besondere Anforderungen (z.B. Strahlenschutz oder erhöhte Robustheit).

Welchen Achsabstand sollten die CW-Profile einer Metallständerwand haben?

Üblich ist ein Ständerachsabstand von 62,5 cm (625 mm). Dieser Abstand richtet sich nach dem Plattenformat (Gipskartonplatten sind meist 125 cm breit, sodass sie im Halbraster von 62,5 cm an den Stößen auf einem Profil stoßen)trockenbau-unlimited.de. Bei Bedarf – etwa zur Erhöhung der Statik oder bei kleinformatigen Platten – kann der Abstand auch geringer gewählt werden, z.B. 31,25 cm. Wichtig ist, dass alle Plattenkanten genügend Unterkonstruktion zum Verschrauben haben. Längere Wandabschnitte benötigen zudem Bewegungsfugen: Bei durchlaufenden Trennwänden sind etwa alle 15 m Dehnfugen einzuplaneninnenausbau-steiner.at, um Spannungen abzubauen.

Wie erreicht man einen höheren Schallschutz bei leichten Trennwänden?

Ein guter Schallschutz wird durch Masse und Entkopplung erzielt. Praktisch bedeutet das: Verwendung von mehrlagiger Beplankung (z.B. zwei statt einer Platte pro Seite) und Einlage von Mineralwolle-Dämmstoff in den Ständerhohlraum zur Absorption von Schall. Auch doppeltes Ständerwerk (getrennte, nicht verbundene Rahmen für jede Wandseite) verbessert die Schalldämmung erheblich, da keine direkten Schallbrücken bestehen. Für besonders hohe Ansprüche gibt es spezielle hochdichte Gipsplatten (z.B. sogenannte Schallschutzplatten), die in Kombination mit Standardplatten Top-Schalldämmwerte erreichentrockenbau-unlimited.de. Eine zusätzliche vorgesetzte Schale vor der Wand kann den Schallschutz weiter erhöhen, da sie einen entkoppelten Vorsatz bildet – etwa eine biegeweiche Vorsatzschale verbessert das Schalldämm-Maß einer massiven Wand deutlichtrockenbau-unlimited.de. Entscheidend ist immer eine sorgfältige Ausführung: Schallnebenwege (Fugen, Anschlüsse) müssen dicht ausgeführt werden.

Welche Brandschutzanforderungen gelten für Trockenbauwände nach Bauordnung?

Die Anforderungen richten sich nach der Funktion der Wand. Innerhalb einer Wohnung sind in der Regel keine speziellen Feuerwiderstände gefordert. Trennwände zwischen verschiedenen Wohnungen oder Nutzungseinheiten dagegen müssen feuerhemmend bis feuerbeständig sein. Konkret schreibt die Sächsische Bauordnung vor, dass Zwischenwände zwischen Wohnungen bzw. zu fremden Räumen in der Regel feuerbeständig (F 90) ausgeführt sein müssen; in Gebäuden geringer Höhe (z.B. zweigeschossig) genügen feuerhemmende Wände (F 30)recht.sachsen.de. Solche Wände sind also mit entsprechend geprüften Konstruktionen (z.B. zweilagige Beplankung aus Feuerschutzplatten) herzustellen. Wichtig ist, dass der geforderte Feuerwiderstand bis an Decken/Rohdecken durchläuft – Trennwände zwischen Wohneinheiten müssen bis zur Decke bzw. Dachhaut geführt werdenrecht.sachsen.de, damit es keine Schwachstelle gibt. Werden Leitungen durch solche Wände geführt, dürfen diese den Brandschutz nicht beeinträchtigen (siehe auch Schachtwände).

# Decken (Deckensysteme in Trockenbauweise)

Welche Arten von Trockenbau-Decken gibt es?

Im Ausbau unterscheidet man Deckenbekleidungen und Unterdeckenweka.de. Eine Deckenbekleidung ist eine direkt an der Rohdecke befestigte Verkleidung, z.B. Gipskartonplatten auf einer Holzlattung oder Direktabhängern – sie dient meist der Verkleidung oder Verbesserung des Brandschutzes/Schallschutzes der Decke ohne großen Deckenabstand. Eine Unterdecke (abgehängte Decke) hingegen hängt mit einem Abstand unter der Rohdecke. Sie besteht aus einer abhängten Metall-Unterkonstruktion (Profilrost), an der die Gipsplatten befestigt sind. Unterdecken können entweder abgehängt (mit Draht- oder Direktabhängern an der Decke befestigt) oder freitragend sein. Freitragende Decken spannen zwischen gegenüberliegenden Wänden ohne direkte Befestigung an der Decke – das wird z.B. bei Deckenkonstruktionen in Räumen mit geringer Höhe oder speziellen statischen Anforderungen eingesetzt. Zusammenfassend: Eine direkt befestigte Deckenbekleidung liegt eng an der Decke an, während abgehängte Unterdecken einen Hohlraum für Installationen schaffen und Unebenheiten oder Höhenunterschiede ausgleichen können.

Wie wird eine abgehängte Decke mit Metall-Unterkonstruktion montiert?

Zunächst werden umlaufend an den Wänden Randprofile (UD-Profile) in der gewünschten Abhängehöhe befestigt. Dann erfolgt die Montage der Abhänger an der Rohdecke: Entweder Direktabhänger (für kleine Abhängehöhen) oder Drahtabhänger mit Ösen für größere Abstände. Die Abhänger werden in einem Raster gesetzt – typischerweise max. 50 cm Abstand quer zur Traglattenrichtung und 80 cm längs der Traglattenobi.de. Auch am Deckenrand sollten die ersten Abhänger bzw. Grundprofile etwa 20 cm von der Wand entfernt liegenobi.de. In die Abhänger kommt die Grundlattung (meist CD-Profile in einer Richtung). Diese wird ausgerichtet und fixiert. Danach wird quer dazu die Traglattung (zweite Lage CD-Profile) mittels Kreuzverbinder an der Grundlattung angebracht, typischerweise mit einem Abstand von 40 cm zwischen den Profilenobi.de. Bedenken Sie: Der genaue Abstand richtet sich nach Plattengröße und -dicke; bei 12,5 mm Gipskarton und üblicher Plattenmontage quer zu den Profilen sind 40 cm üblich. Sind alle Profile ausgerichtet und befestigt (alle Verbindungen verschraubt), können die Gipskartonplatten angeschraubt werden. Diese werden quer zur Traglattung montiertknauf.com, Stoß auf Stoß versetzt (im Versatz wie Mauerwerk), und mit Schnellbauschrauben im Abstand von ~17 cm fixiertknauf.com. Abschließend werden alle Fugen und Schraubköpfe verspachtelt, sodass eine glatte Unterdecke entsteht. (Hinweis: Bei abgehängten Decken, die eine zusätzliche Dämmschicht erhalten sollen, wird vor Montage der Platten Mineralwolle von oben in den Zwischenraum eingelegt.)

Welche brandschutztechnischen Anforderungen gelten für Trockenbaudecken?

Handelt es sich um eine Decke zwischen zwei Nutzungseinheiten oder Geschossen, so muss diese Decke wie eine Geschossdecke feuerschutztechnisch wirksam sein. Die Bauordnung verlangt, dass Decken (inkl. ihrer Tragekonstruktion) in Gebäuden bestimmter Höhe feuerbeständig bzw. mindestens feuerhemmend ausgeführt werdenrecht.sachsen.de. In der Praxis bedeutet das: Decken zwischen Wohnungen oder zwischen Wohnung und Keller müssen i.d.R. einen Feuerwiderstand F 30 oder F 90 aufweisen (abhängig von Gebäudegröße und -nutzung) und aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen. Häufig wird die erforderliche Feuerwiderstandsdauer durch eine abgehängte Feuerschutzdecke in Kombination mit der Rohdecke erzielt. – Wichtig: In Rettungswegen (z.B. öffentlichen Fluren oder Treppenräumen) dürfen Unterdecken aus brennbaren Baustoffen nicht eingesetzt werdenrecht.sachsen.de. Dort müssen Deckenbekleidungen und Abhangdecken aus nichtbrennbaren Materialien bestehen, damit im Brandfall kein zusätzliches Feuerlast-Risiko entsteht. (Normale Gipskartonplatten gelten als nichtbrennbar nach Baustoffklasse A2 und erfüllen diese Vorgabe.) Außerdem ist bei Branddecken darauf zu achten, dass Durchführungen (z.B. von Rohren oder Lampen) nur mit geeigneten brandschutztechnischen Maßnahmen erfolgen, damit die Decke ihre Schutzfunktion behält.

# Vorsatzschalen (Wandbekleidungen)

Wozu dienen Vorsatzschalen an Innenwänden?

Eine Vorsatzschale ist eine vor einer bestehenden Wand vorsetzte Wandbekleidung. Sie wird eingesetzt, um z.B. Schallschutz oder Wärmedämmung einer bestehenden Massivwand zu verbessern, Installationen zu verdecken oder unebene Wände auszugleichen. Bei einer Vorsatzschale wird vor der Bestandswand eine freistehende Unterkonstruktion aus Metall- oder Holzprofilen errichtet und beplankt (oder Platten mittels Halter direkt an der Wand befestigt). Der Vorteil: Im Hohlraum kann Dämmstoff eingelegt werden, was zu einer deutlichen Schallschutz-Verbesserung beiträgttrockenbau-unlimited.de. Gleichzeitig verliert man nur wenig Platz, da solche Systeme sehr schlank ausführbar sindtrockenbau-unlimited.de. Vorsatzschalen kommen oft bei Sanierungen zum Einsatz – etwa um die Außenwand von innen zu dämmen oder um den Schallschutz zwischen zwei Reihenhaus-Hälften zu erhöhen, ohne die bestehende Wand abzubrechen.

Was ist der Unterschied zwischen freistehenden und direkt befestigten Vorsatzschalen?

Freistehende Vorsatzschalen haben keinen direkten Kontakt zur Wand: Die CW-Profile stehen in geringem Abstand frei vor der Bestandswand und sind nur am Boden und der Decke fixiert. Dadurch sind sie schalltechnisch entkoppelt. Freistehende Systeme (z.B. Metallständer 50/75/100 mm) sind in der Höhe allerdings konstruktiv begrenzt – typische freistehende Vorsatzschalen sind bis etwa 4 m (teilweise bis ~7–8 m) Wandhöhe einsetzbartrockenbau-unlimited.de. Direkt befestigte Vorsatzschalen hingegen sind mittels spezieller Direktabhänger oder Winkel an der Bestandswand fixiert. Sie sind damit formschlüssig verbunden und können deutlich größere Höhen übernehmen – solche punktweise gekoppelten Vorsatzschalen schaffen auch Bauhöhen von bis 10 mtrockenbau-unlimited.detrockenbau-unlimited.de, da die bestehende Wand sie mitträgt. Die direkte Befestigung kann jedoch die Schallschutzwirkung etwas verringern (Schallbrücken durch die Halterungen). In der Praxis wählt man die Konstruktionsart je nach Erfordernis: Freistehend für maximalen Schallschutz, angeschlossen für maximale Höhe oder Platzersparnis. Beide Arten sollten einen Mindestabstand zur Bestandswand einhalten (typisch > 1–2 cm bei direkt befestigten mit Schwinghaltern, oder ~4 cm bei freistehenden) und werden mit Dämmmaterial hinterfüllt.

Wie verbessert eine vorgesetzte Schale den Schallschutz einer Wand?

Entscheidend ist der entkoppelte Aufbau mit Luftschicht und Dämmschicht. Zwischen der Vorsatzschale und der Bestandswand sollte ein Hohlraum von etwa 40 mm bestehen – dieser Abstand hat sich als günstig erwiesentrockenbau-unlimited.de. In den Hohlraum wird zu mindestens ~80 % seiner Dicke Mineralwolle eingesetzt (ohne sie zu stark zu komprimieren)trockenbau-unlimited.de. Das poröse Dämmmaterial wandelt Schallenergie in Wärme um und reduziert die Übertragung. Wichtig: Keine hart verbundenen Punkte – direkte starre Verbindungen zur Bestandswand (außer bei definierten Federabhängern) sollten vermieden werden, damit kein Körperschall übertragen wird. Geschlossenzellige Dämmstoffe wie Styropor sind ungeeignettrockenbau-unlimited.de, da sie Schall reflektieren statt absorbieren. Durch die Masse der zusätzlichen Beplankung und die Schwingungsentkopplung steigt das Schalldämm-Maß deutlich. Um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen, sollten flankierende Bauteile (angrenzende Wände, Decke) nach Möglichkeit ebenfalls mit einer Schalldämm-Vorsatzschale versehen werden, da sonst der Schall über diese flanken übertragen wirdtrockenbau-unlimited.de. Insgesamt kann eine korrekt ausgeführte Vorsatzschale den Schallschutz einer Wand um 10 dB und mehr verbessern, was vom subjektiven Empfinden her etwa einer Halbierung der Lautstärke entspricht.

# Akustikdecken (schallabsorbierende Decken)

Was zeichnet eine Akustikdecke im Trockenbau aus?

Akustikdecken sind schallabsorbierende Deckensysteme. Sie unterscheiden sich von normalen Decken dadurch, dass ihre Oberfläche speziell gestaltet ist, um den Schall im Raum zu dämpfen (Hallreduzierung). Häufig kommen gelochte Gipsplatten oder Paneele zum Einsatz, die Schallenergie in ihren Hohlräumen und darüber liegender Dämmung „schlucken“. Durch eine Akustikdecke lässt sich der Nachhall im Raum deutlich verkürzen, was z.B. die Sprachverständlichkeit in Klassenräumen verbessert oder in Großraumbüros bzw. Restaurants für eine ruhigere Atmosphäre sorgtais-online.de. Moderne Akustik-Lochplatten können dabei zusätzliche Anforderungen erfüllen – etwa Brandschutz oder ansprechendes Design – und sind in diversen Lochmustern verfügbarais-online.de (von runden Löchern über Quadrate bis zu Streulochungen).

Wie ist eine Trockenbau-Akustikdecke aufgebaut?

Meist ähnlich wie eine gewöhnliche abgehängte Decke: Es gibt eine Unterkonstruktion (entweder direkt befestigt oder abgehängt), an der die speziellen Akustikplatten montiert werdenais-online.de. Die Gipskarton-Akustikplatten haben zahlreiche kleine Löcher (Perforationen). Hinter den gelochten Platten wird üblicherweise ein schwarz eingefärbtes Vlies eingelegt, das den Schall durchlässt, aber die Löcher optisch schließt – so bleibt die Decke blickdicht und das dahinterliegende Dämmmaterial ist nicht sichtbar. Darüber befindet sich oft eine Mineralwolle-Dämmlage im Deckenhohlraum, um die Schallabsorption weiter zu verbessern (vor allem für tiefe Frequenzen). Die Montage der Unterkonstruktion entspricht den üblichen Abständen, allerdings erfordert die Verarbeitung der gelochten Platten Sorgfalt: Die Fugen werden häufig sichtbar gelassen (Akustikdecken können als Rasterdecken ausgeführt sein, um Rissbildung zu vermeiden), oder es kommen spezielle Akustik-Spachtelmassen zum Einsatz, falls eine fugenlose Oberfläche gewünscht ist. Wichtig ist, die Platten nicht zu verschmutzen oder zu verkleben, damit die Lochung offen bleibt. Insgesamt entsteht ein System, bei dem Schallwellen in die Lochungen eindringen und dort an der Luft/Dämmstoff-Kombination und dem Vlies in Wärme umgewandelt werden – die Decke „verschluckt“ also einen großen Teil des Schalls und reduziert den Lärmpegel im Raum deutlichais-online.de.

# Schachtwände (Installationsschächte in Trockenbauweise)

Was ist eine Schachtwand und wo wird sie eingesetzt?

Eine Schachtwand ist eine einseitig beplankte Trockenbauwand mit hoher Feuerwiderstandsfähigkeit, die der Verkleidung von Installationsschächten dient. Sie kommt überall dort zum Einsatz, wo Schächte für Leitungen (z.B. Versorgungsschächte, Lüftungskanäle, Aufzugsschächte) über mehrere Stockwerke führen und aus brandschutztechnischen Gründen vom restlichen Raum abgeschlossen sein müssen. Charakteristisch ist, dass die Schachtwand nur von außen (Raumseite) beplankt wird – die Rückseite bleibt unzugänglich im Schacht. Die Metall-Unterkonstruktion und Beplankung sind so ausgelegt, dass sie einen Raumabschluss gegen Feuer und Rauch bieten, sowohl von der Raumseite als auch vom Schachtinneren ausknauf.com. Mit anderen Worten: Sollte ein Feuer im Schacht ausbrechen, verhindert die Schachtwand dessen Ausbreitung in die angrenzenden Räume und umgekehrt.

Wie wird eine Schachtwand konstruiert?

Schachtwände werden einseitig hergestellt, typischerweise mit speziellen CW-Profilen und Aussteifungen an den Rändern. Häufig besteht der Anschluss an die Massivdecken durch U-Profile, in die die Ständer eingestellt werden. Die Beplankung erfolgt nur auf der Raumseite. Je nach geforderter Feuerwiderstandsdauer (F 30, F 90 etc.) wird in mehreren Lagen beplankt, z.B. zwei Lagen Feuerschutzplatten 15 mm. Konstruktion und Befestigung müssen so erfolgen, dass die Wand im Brandfall von beiden Seiten den Feuerwiderstand einhältknauf-firewin.com. In der Praxis bedeutet das: Die einlagige bzw. mehrlagige Gipskarton-Beplankung auf der Außenseite schützt sowohl vor Feuer von außen (Raum) als auch vor Feuer, das im Schacht tobt – sie muss also genauso robust sein wie eine beidseitig beplankte Wand. Die Profile selbst liegen im geschützten Bereich hinter der Beplankung. Schachtwände werden in der Regel geschossweise errichtet, d.h. sie sind an jeder Decke mechanisch verankert, um Stabilität zu gewährleisten. An den Stoßstellen der Platten zur Schachtseite hin kommen oft Winkelprofile (L-Profile) oder spezielle Falzausbildungen zum Einsatz, damit auch dort ein dichter Abschluss entsteht. Wichtig: Alle Fugen und Anschlüsse müssen feuerbeständig verschlossen werden (z.B. mit Mineralwolle und Brandschutzmasse), damit keine Flammen oder Rauch durch dringen können.

Was ist beim Brandschutz von Installationsschachtwänden besonders zu beachten?

Durchdringungen sind hier das kritische Thema. Leitungen, die durch eine Schachtwand geführt werden, dürfen deren Feuerwiderstand nicht kompromittieren. Die Bauordnung (Musterbauordnung §40, in Sachsen entsprechend umgesetzt) verlangt, dass Leitungen durch raumabschließende Bauteile mit Feuerwiderstand nur hindurchgeführt werden dürfen, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lange nicht zu befürchten ist oder entsprechende Vorkehrungen getroffen sindknauf-firewin.com. In der Praxis bedeutet das: Für Kabel und Rohre in Schachtwänden sind geprüfte Brandschutz-Durchführungssysteme (Firestop) zu verwenden. Einzelne Elektroleitungen können z.B. in speziellen Brandschutzschläuchen oder Mörtelstopfen geführt werden, bei größeren Bündeln oder dicken Kunststoffrohren sind zugelassene Abschottungen (Brandschutzmanschetten, -klappen etc.) einzubauenknauf-firewin.com. Oftmals muss in Bereichen von Durchführungen die Schachtwand verstärkt oder mit zusätzlichem Material versehen werden, damit dort die gleiche Feuerwiderstandsklasse gewährleistet bleibtknauf-firewin.com. Für die Ausführung solcher Details gibt es Verarbeitungsrichtlinien der Hersteller (z.B. Knauf Brandschutzordner) und Normen wie die MLAR (Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie). Kurz gesagt: Schachtwände müssen möglichst ohne Öffnungen auskommen; wo Öffnungen nötig sind, müssen sie durch geeignete und zugelassene Maßnahmen so verschlossen werden, dass Feuer und Rauch genauso lange aufgehalten werden wie durch die Wand selbst.

# Spezialkonstruktionen im Trockenbau

Wie werden gebogene Trockenbauwände hergestellt?

Gebogene Wände lassen sich mit Gipskarton bauen, erfordern aber besondere Maßnahmen. Man verwendet dünne Gipskartonplatten (häufig 6 mm oder 6,5 mm sog. Biegeplatten), die sehr flexibel sind. Diese Platten können bis zu einem bestimmten Radius trocken gebogen werden – z.B. 12,5 mm Standardplatten lassen sich trocken bis ca. 2,75 m Radius formen; 6 mm Platten sogar bis ca. 1 m Radius ohne Nassbehandlungausbaupraxis.de. Für engere Radien wird das Platten-Wässern angewendet: Die Platte wird auf der konkaven Seite angefeuchtet und über eine Schablone vorgebogen. Damit sind Radien unter 1 m möglich, etwa bis ~30 cm bei mehrfacher Befeuchtung und schrittweisem Biegenausbaupraxis.de. Wichtig ist auch die Unterkonstruktion: Je kleiner der Radius, desto enger müssen die Ständerprofile stehen. Bei sehr starken Krümmungen (Radius 0,3–0,9 m) empfiehlt sich ein Ständerabstand von nur ca. 20–25 cmausbaupraxis.de, damit die Platte ausreichend Unterstützung hat und nicht zwischen den Profilen durchhängt. Zudem werden die CW-Profile meist so gedreht (Offnung in Biegerichtung), dass die Platte zuerst an der Stegseite verschraubt werden kannausbaupraxis.de. Bei engen Bögen können die Profile auch selbst gebogen oder gekantet sein (es gibt z.B. Schlitzungen im UW-Profil oder flexible Schienen). Die Befestigung der gebogenen Platte erfolgt mit engem Schraubenabstand (an den Plattenkanten max. 10 cm)ausbaupraxis.de, damit sie formschlüssig anliegt. Durch diese Techniken können Trockenbauwände geschwungene Formen annehmen – etwa für runde Vorsprünge, Deckenkuppeln oder gebogene Trennwände.

Wie kann man Stahlträger oder -stützen mit Trockenbau verkleiden, um den Feuerwiderstand zu erhöhen?

Freiliegende Stahlträger und -stützen verlieren im Brandfall schnell ihre Tragfähigkeit – bei ca. 500 °C erreichen sie die kritische Temperatur und halten oft keine 30 Minuten mehrtrockenbau-unlimited.de. Daher müssen sie (wenn sie im Brandfall eine tragende Funktion erfüllen) mit Brandschutzmaterial ummantelt werden. Im Trockenbau geschieht das durch Brandschutzbekleidungen aus speziellen Gipsplatten. Ein verbreitetes Material ist z.B. die Calciumsilikat- oder Spezialgipsplatte (handelsüblich „Fireboard“ o.ä.), die nicht brennbar ist und im Brandfall Wasser kristallin gebunden hat, was kühlend wirkt. Die Bekleidung kann entweder mit Unterkonstruktion (Profilrahmen um den Stahl herum) oder – bei vielen Systemen effizienter – ohne Unterkonstruktion direkt erfolgentrockenbau-unlimited.de. Letzteres geht mittels Klammern oder Schrauben: Die zuschnittenen Plattenstücke werden direkt aneinander zu einer „Kiste“ um den Träger/ Stütze montiert und an den Stoßkanten mechanisch verbunden. Solche Verkleidungen erhöhen den Feuerwiderstand des Stahls auf den geforderten Wert, z.B. F 90 oder sogar F 120trockenbau-unlimited.de. Das Prinzip dahinter: Die Temperaturerhöhung des Stahlprofils wird verzögertdownloads.knauf.de – die Gipsplatten isolieren und geben durch Verdampfung von Kristallwasser Kühlung, so bleibt das Metall länger unter 500 °C. In der Praxis sind je nach gefordertem F-Wert ein- oder mehrlagige Bekleidungen nötig (z.B. 2×20 mm Platte rundum für F 90). Wichtig ist, dass die Stoßfugen versetzt und dicht (mit Brandschutzspachtel) ausgeführt werden. Viele Hersteller bieten vorgefertigte Formteile an, um die Montage zu erleichterntrockenbau-unlimited.de. Mit solchen Trockenbau-Verkleidungen lässt sich die Tragfähigkeit von Stahl im Brandfall zuverlässig sichern, ohne dass aufwändige Ummauerungen nötig wären.
(Weitere Speziallösungen im Trockenbau, wie z.B. Strahlenschutzwände mit Bleieinlage für Röntgenräume, Akustiksegel oder Ballwurfschutz-Verkleidungen in Sporthallen, folgen ähnlichen Prinzipien und werden projektbezogen geplant.)

# Wände in Bädern und Feuchträumen

Welche Bauplatten eignen sich für Trockenbauwände im Badezimmer oder anderen Feuchträumen?

In häuslichen Bädern und ähnlich mäßig feuchten Räumen verwendet man impägnierte Gipskartonplatten, erkennbar meist an der grünen Kartonoberfläche. Diese Platten werden als GKBI (Gipskarton, imprägniert) nach DIN 18180 bzw. Typ H2 nach DIN EN 520 bezeichnetrigips.de. Sie nehmen deutlich langsamer Feuchtigkeit auf als normale Gipsplatten und sind daher für mäßig beanspruchte Feuchträume (Wassereinwirkungsklasse W1-I) geeignetausbaupraxis.de. Beispiele: Wandflächen in Badezimmern, außer direkt in der Dusche. In stärker nass belasteten Bereichen – etwa in öffentlichen Duschen, Schwimmbädern oder Großküchen (Klasse W2-I und höher) – sind gipsgebundene Materialien nicht mehr zulässigausbaupraxis.de. Dort greift man auf zementgebundene Bauplatten (z.B. Aquapanel, zementgebundene Trockenbauplatten) oder andere feuchteunempfindliche Werkstoffe zurück, die dauerhaft Wasser widerstehen könnenausbaupraxis.de. Zusammengefasst: Für normale Bäder: imprägnierte Gipskartonplatten; für Nasszellen mit dauerhaftem Spritzwasser: besser zementäre Platten. In allen Fällen sollte aber darauf geachtet werden, dass die Unterkonstruktion (Holz/Metall) vor Feuchtigkeit geschützt bleibt (etwa Holzunterkonstruktionen vermeiden, wenn stetige Nässe zu erwarten ist, oder diese auch entsprechend behandeln).

Müssen Trockenbauwände in Duschen und Nassbereichen abgedichtet werden?

Ja. Gipskartonplatten sind zwar für mäßige Feuchte geeignet, aber nicht wasserundurchlässig. Fliesen gelten zwar als wasserabweisend, doch die Fugen sind diffusionsoffen und lassen Feuchtigkeit durchausbaupraxis.de. Daher schreibt DIN 18534 (Abdichtung von Innenräumen) vor, dass in Nasszonen eine Verbundabdichtung aufgebracht wirdausbaupraxis.de. Praktisch heißt das: Auf den Trockenbauplatten in Bereichen wie Dusche (Boden und Wände), unmittelbar um die Badewanne und hinter Waschbecken wird vor dem Fliesenkleben eine wasserundurchlässige Schicht aufgebracht. Das kann eine flüssige Dichtfolie (Dispersions- oder 2K-Abdichtung zum Anstreichen/Spachteln) oder eine Abdichtungsbahn (Folien, Dichtbahn) seinausbaupraxis.de. Diese werden lückenlos auf dem Untergrund erstellt, Ecken mit Dichtbändern verstärkt, Rohrdurchführungen mit Dichtmanschetten versehen usw.ausbaupraxis.de. Danach können darauf Fliesen verlegt werden. So entsteht ein sog. kompaktes Abdichtungssystem, das verhindert, dass Wasser in die Gipskartonwand eindringtausbaupraxis.de. In häuslichen Bädern (Wassereinwirkungsklasse W1-I) sind Wände im Spritzwasserbereich abzudichten, während Wände außerhalb (z.B. nur zeitweise feucht durch Dampf) oft ohne Abdichtung auskommen – dennoch wird meist zumindest im Duschenbereich eine vollflächige Abdichtung gemacht, um auf Nummer sicher zu gehen. Kurz: Die Platte selbst ist nur begrenzt feuchtigkeitsresistent, volle Wasserdichtigkeit erreicht man nur mit einer ordnungsgemäßen Abdichtung nach DIN 18534.

Sollte man Trockenbauwände mit Fliesenbelag doppelt beplanken?

Unbedingt empfohlen. Fliesen bringen zusätzliches Gewicht auf die Wand und belasten die Oberfläche. Als Faustregel gilt: Schwerere Beläge oder Anbauteile erfordern eine Verstärkung der Wand. Die großen Trockenbauhersteller schreiben daher für das Verfliesen von Trockenbauwänden meist eine doppelte Beplankung vorknauf.com. Entweder verwendet man zwei Lagen 12,5 mm Gipsplatten (z.B. erst eine normale Lage, darauf eine imprägnierte Lage) – oder man arbeitet mit speziellen Ausführungen (z.B. einer 20 mm Ausbauplatte in einer Lage, sofern zugelassen). Durch die doppelte Beplankung erhöht sich die Steifigkeit der Wand deutlich, sodass großformatige Fliesen sicher haften und die Wand sich unter Last nicht durchbiegt. Zudem können so auch Installationslasten besser verteilt werden – Badmöbel, Waschtische, Armaturen usw. halten zuverlässiger. In Nassräumen kommt hinzu, dass bei doppellagiger Ausführung die erhöhte Masse auch dem Schallschutz dient und die Wand robuster gegen Feuchteeinflüsse ist. Praktisch wird oft so gearbeitet: Erste Lage GKB (12,5 mm), darauf zweite Lage GKBI (12,5 mm imprägniert) – Fugen versetzt. Wichtig: Trotz doppelter Platten sollte der Ständerabstand 62,5 cm nicht überschreiten. Für sehr schwere Fliesen (> 30 kg/m²) und Natursteinplatten ist die doppelte Beplankung ein Muss, ggf. sind sogar UA-Versteifungsprofile im Ständerwerk vorzusehen. Insgesamt gilt: Fliesen = doppelte Platte, um auf der sicheren Seite zu seinknauf.com.

# Bodensysteme (Trockenestrich und Systemböden)

Was ist ein Trockenestrich und welche Vorteile hat er gegenüber Nassestrich?

Trockenestrich bezeichnet ein Fußbodensystem aus vorgefertigten Plattenelementen, die trocken (ohne flüssigen Estrich) verlegt werden. Typischerweise bestehen diese Elemente aus Gipsfaser-, zementgebundenen oder Holzwerkstoff-Platten, oft schon mit aufkaschierter Dämmung. Die Vorteile gegenüber konventionellem Nassestrich sind vielfältig: Keine Trocknungszeit – Trockenestrich kann nach Verlegung sofort begangen und weiterbearbeitet werden, während Zementestrich üblicherweise ~28 Tage trocknen mussfermacell.at. Dadurch ergibt sich ein enormer Zeitgewinn beim Baufermacell.at. Außerdem wird keine Baufeuchte eingetragenfermacell.at, was besonders im Altbau und Holzbau wichtig ist, um Feuchteschäden zu vermeidenfermacell.at. Weitere Vorteile sind die geringe Aufbauhöhe und das geringe Gewicht: Trockenestrich kommt mit deutlich weniger Dicke aus (teils nur ~25–50 mm gesamt), was in der Sanierung Raumhöhe spartfermacell.at. Und vom Gewicht her bringt z.B. ein Trockenestrich nur ~23 kg/m² auf die Waage, während ein 6 cm Zementestrich über 90 kg/m² wiegen kannfermacell.at – ein großer Pluspunkt bei Deckenkonstruktionen mit begrenzter Traglast. Zudem entstehen keine Schüsselungen oder Rissbildungen durch Trocknungsschwund, wie sie bei Nassestrichen vorkommen könnenfermacell.atfermacell.at. Trockenestrich ist also schnell, leicht und trocken – ideal für Umbauten, Dachausbauten oder Holzbalkendecken.

Müssen Trockenbauwände in Duschen und Nassbereichen abgedichtet werden?

Ja. Gipskartonplatten sind zwar für mäßige Feuchte geeignet, aber nicht wasserundurchlässig. Fliesen gelten zwar als wasserabweisend, doch die Fugen sind diffusionsoffen und lassen Feuchtigkeit durchausbaupraxis.de. Daher schreibt DIN 18534 (Abdichtung von Innenräumen) vor, dass in Nasszonen eine Verbundabdichtung aufgebracht wirdausbaupraxis.de. Praktisch heißt das: Auf den Trockenbauplatten in Bereichen wie Dusche (Boden und Wände), unmittelbar um die Badewanne und hinter Waschbecken wird vor dem Fliesenkleben eine wasserundurchlässige Schicht aufgebracht. Das kann eine flüssige Dichtfolie (Dispersions- oder 2K-Abdichtung zum Anstreichen/Spachteln) oder eine Abdichtungsbahn (Folien, Dichtbahn) seinausbaupraxis.de. Diese werden lückenlos auf dem Untergrund erstellt, Ecken mit Dichtbändern verstärkt, Rohrdurchführungen mit Dichtmanschetten versehen usw.ausbaupraxis.de. Danach können darauf Fliesen verlegt werden. So entsteht ein sog. kompaktes Abdichtungssystem, das verhindert, dass Wasser in die Gipskartonwand eindringtausbaupraxis.de. In häuslichen Bädern (Wassereinwirkungsklasse W1-I) sind Wände im Spritzwasserbereich abzudichten, während Wände außerhalb (z.B. nur zeitweise feucht durch Dampf) oft ohne Abdichtung auskommen – dennoch wird meist zumindest im Duschenbereich eine vollflächige Abdichtung gemacht, um auf Nummer sicher zu gehen. Kurz: Die Platte selbst ist nur begrenzt feuchtigkeitsresistent, volle Wasserdichtigkeit erreicht man nur mit einer ordnungsgemäßen Abdichtung nach DIN 18534.

Wie ist ein Trockenestrich typischerweise aufgebaut?

Der Aufbau erfolgt schichtweise von unten nach obenfliesenleger.net: Zunächst wird der rohe Untergrund vorbereitet und ausgeglichen. Oft kommt eine Trockenschüttung oder Dämmung auf den Rohboden, um Unebenheiten auszugleichen und zugleich Trittschall- und Wärmedämmung bereitzustellenfliesenleger.net. Diese Schüttung (z.B. geblähtes Perlit oder Sand) wird eben abgezogen. Darauf verlegt man die Trockenestrichplatten. Viele Systeme haben Nut-und-Feder-Kanten oder überlappende Stufenfalz-Kanten, sodass die Platten ineinander greifenfliesenleger.net. Die Platten werden im Verband (versetzte Fugen) verlegt und mittels Estrichkleber und/oder Schrauben bzw. Klammern verbunden, um eine stabile, geschlossene Fläche zu erzeugenfliesenleger.net. Gegebenenfalls wird noch eine Abdeckfolie oder Dampfsperre darunter bzw. darauf eingelegt, abhängig von der Nutzung (z.B. bei Holzdecken gegen Feuchte). Der gesamte Trockenestrich liegt schwimmend, d.h. er ist an den Rändern mit Randdämmstreifen von den Wänden entkoppelt und nicht am Untergrund fixiertfliesenleger.net – so werden Schallbrücken vermieden und Bewegungen abgepuffert. Abschließend können die Fugen evtl. verspachtelt werden, aber meist genügt die verleimte Verbindung. Darauf kommt dann direkt der Bodenbelag. Zusammengefasst: Unterbau (Schüttung/Dämmung) -> Trockenestrich-Elemente im Verbund verlegen (kleben/schrauben) -> Oberfläche fertig. Dieses System ist sofort belastbar und es entsteht eine ebene, feste Grundlage für Beläge aller Art.

Worin liegt der Unterschied zwischen Doppelboden und Hohlraumboden?

Systemböden mit Hohlraum werden in zwei Bauarten unterteilt: Doppelböden und Hohlböden. Ein Doppelboden besteht aus einem Raster von Stützen (Stelzen) und darauf aufgelegten Bodenplattentrockenbauprofi.at. Zwischen Rohboden und diesen Platten entsteht ein komplett zugänglicher Hohlraum, in dem Installationen wie Kabel, Leitungen, EDV-Bodensteckdosen etc. frei verlegt werden könnentrockenbauprofi.at. Charakteristisch sind die abnehmbaren Platten: Jede Doppelboden-Platte kann angehoben werden, um an den darunterliegenden Installationshohlraum zu gelangentrockenbauprofi.at. Daher haben Doppelböden oft sichtbare Fugen zwischen den Elementen (meist 60×60 cm Platten, die mit Teppich, PVC oder Laminat belegt sein können). Ein Hohlraumboden hingegen hat zwar ebenfalls einen Hohlraum, aber eine geschlossene Deckschicht: Hier werden z.B. großformatige Platten auf niedrigen Stelzlagern verlegt und die Fugen verspachtelt, sodass eine fugenlose Fläche entsteht. Der Zugang zum Hohlraum erfolgt dann nur punktuell über Revisionsöffnungen oder Klappentrockenbauprofi.at. Man hat also nicht an jeder Stelle direkten Zugang, sondern nur an vorgesehenen Stellen. Zusammengefasst: Doppelboden = modularer, jederzeit öffnungsfähiger Bürofußboden (maximale Flexibilität, z.B. in Computerzentren), Hohlboden = geschlossener Trockenhohlraum mit definierten Zugriffspunkten (meist wo weniger häufig umgerüstet wird). Beide Varianten werden in Trockenbauweise ausgeführt und ermöglichen es, den Bodenhohlraum für Technik zu nutzen, ohne in Wänden oder Decken Schlitze stemmen zu müssentrockenbauprofi.at.

# Baurechtliche Hinweise (Genehmigungspflichten)

Benötigt man eine Baugenehmigung, um innerhalb eines Gebäudes Trockenbauwände zu versetzen?

In vielen Fällen nein – das Errichten oder Versetzen von nichttragenden Innenwänden ist genehmigungsfrei. Die Sächsische Bauordnung zählt unter den genehmigungsfreien Vorhaben explizit die Änderung nichttragender Bauteile in Gebäuden aufrecht.sachsen.de. Das heißt, wenn Sie in einer Wohnung oder einem Bürogebäude eine leichte Trennwand einziehen oder entfernen, die keine tragende Funktion hat und nicht zur Aussteifung dient, brauchen Sie in der Regel keine Baugenehmigung. Ausnahmen: Betrifft die Änderung eine Außenwand oder eine Wohnungs-Trennwand, gilt das nicht. Solche Wände (die Gebäudeabschluss oder Feuer-/Schallschutz zwischen Einheiten bieten) dürfen nicht ohne Genehmigung verändert werdenrecht.sachsen.de. Ebenso können Auflagen bestehen, wenn durch den Umbau die Nutzungseinheit verändert wird (Stichwort Nutzungsänderung). Wichtig: Auch wenn keine Genehmigung nötig ist, müssen die Arbeiten den geltenden Bauvorschriften entsprechenrecht.sachsen.de – also z.B. Brandschutzanforderungen, Schallschutz nach DIN 4109, statische Belange etc. sind einzuhalten. Im Zweifel sollte ein Fachplaner oder die lokale Bauaufsicht einbezogen werden, insbesondere bei größeren Umbauten. Aber der reine „Innenausbau in Trockenbauweise“ ist im eigenen Wohnraum meist formlos möglich, solange eben keine tragenden oder brandschutzrelevanten Strukturen angetastet werden.recht.sachsen.de

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